St. Nikolaus

Id
St. Nikolaus
Abbildung
Entstehung
Herstellung
Zeitzuweisung
Zeit
1384 bis spätestens 1396 (1384 - 1396)
Ortszuweisung
Geographischer Ort
Materialzuweisung
zugewiesenes Material
Quellenverweis
Quelle
Wortlaut
Ev. Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, ehem. Wallfahrtskirche Heilig-Blut. Bedeutende gewölbte dreischiffige Backsteinhallenkirche/Stufenhalle. Der gestreckte einschiffige Chor mit 5/10-Schluss außen ehem. von niedrigem, kreuzrippengewölbtem Umgang (Prozessionsweg) umfangen, durch den die beiden zweijochigen, östl. von zweigeschossigen Kapellen begleiteten Querschiffarme miteinander verbunden waren.
Quellenverweis
Quelle
Wortlaut
Nach dem Brand der ursprünglichen Dorfkirche von Wilsnack im August 1383 im Gefolge einer Adelsfehde soll der dort ansässige Priester Cabbuez auf dem noch rauchenden Altar in einer Dose drei unversehrte, blutende Hostien aufgefunden haben. Mit Förderung des Havelberger Bischofs entwickelte sich Wilsnack rasch zum bedeutendsten Wallfahrtsort der Mark Brandenburg. Bereits zwischen 1384 und spätestens 1396 wurde eine neue, größere Saalkirche mit einer Turmanlage und polygonalem Chor gebaut.
Modifikation
Titel/Bezeichnung
Bau des Querschiffs und des Chors
Ortszuweisung
Geographischer Ort
Zeitzuweisung
Zeit
1454 (1454 - 1454)
Quelle
Wortlaut
Vor 1450 begann man mit dem Bau des Querhauses und des einschiffigen, fünfseitig geschlossenen Chors von drei Joch Länge (Fig. 44, 46). Dendrochronologische Untersuchungen datieren den Bau der Dachkonstruktion über Chor und Querhaus auf das Jahr 1454.
Kommentar
Ich habe die vage Datierung "vor 1450" ohne maschinenlesbare Datierungsangaben erfasst, aber den dendrochronolischen Befund mit einer Jahreszahl 1454. Zu diskutieren ist, ob der Befund an dieser Stelle richtig angesiedelt ist oder zu Forschungsaktivität muss. (ag)
Beschreibung der Maßnahme
Vor 1450 begann man mit dem Bau des Querhauses und des einschiffigen, fünfseitig geschlossenen Chors von drei Joch Länge (Fig. 44, 46). Dendrochronologische Untersuchungen datieren den Bau der Dachkonstruktion über Chor und Querhaus auf das Jahr 1454.
Titel/Bezeichnung
Errichtung des dreischiffigen Langhauses
Ortszuweisung
Geographischer Ort
Zeitzuweisung
Zeit
zwischen 1460 und 1500/25 (1460 - 1525)
Quelle
Wortlaut
Zwischen 1460 und 1500/25 wurde das dreischiffige Langhaus errichtet (Fig. 46). Ohne seine geplante volle Länge zu erreichen, endete es nach drei Jochen. KRAUSS/VON OLK gehen von einem gleichzeitigen Baubeginn des nördlichen Seitenschiffs einschließlich der Seitenkapellen "und wohl auch der Westfassade“ aus.. Die Fenster des Langhauses waren zunächst schmaler angelegt, wurden dann aber breiter ausgeführt. Bauarchäologischen Befunden zufolge zog sich auf der Südseite des Langhauses eine außen angesetzte Kapellenreihe hin. Der Turm des Vorgängerbaus wurde vom Baukörper der gotischen Hallenkirche umschlossen und dort belassen; auf den Bau eines neuen Turms wurde im späteren Bauverlauf verzichtet. Erst im Jahr 1591 erhielt der Giebel der Westfassade unter Einbeziehung der alten Turmfassade seine abschließende Gestaltung.
Beschreibung der Maßnahme
Zwischen 1460 und 1500/25 wurde das dreischiffige Langhaus errichtet (Fig. 46). Ohne seine geplante volle Länge zu erreichen, endete es nach drei Jochen169.KRAUSS/VON OLK gehen von einem gleichzeitigen Baubeginn des nördlichen Seitenschiffs einschließlich der Seitenkapellen „und wohl auch der Westfassade“ aus. Die Fenster des Langhauses waren zunächst schmaler angelegt, wurden dann aber breiter ausgeführt. Bauarchäologischen Befunden zufolge zog sich auf der Südseite des Langhauses eine außen angesetzte Kapellenreihe hin. Der Turm des Vorgängerbaus wurde vom Baukörper der gotischen Hallenkirche umschlossen und dort belassen; auf den Bau eines neuen Turms wurde im späteren Bauverlauf verzichtet. Erst im Jahr 1591 erhielt der Giebel der Westfassade unter Einbeziehung der alten Turmfassade seine abschließende Gestaltung.
Um den Chor führte ein heute nicht mehr vorhandener Umgang mit Kapellenkranz, der an die beiden Querhäuser anschloss und Zugänge zur Sakristei und zur Wunderblutkapelle besaß. Die einzelnen Kapellen waren untereinander durch spitzbogige Durchgänge in den Strebepfeilern verbunden. Im Außenbereich des Chors sind die Gewölbeansätze der Kapellen und die zugesetzten Rundbogennischen im Sockelbereich der Chormauer noch heute gut zu erkennen. Die reich profilierten, im Sanktuarium dreibahnigen, im Presbyterium vierbahnigen Chorfenster erheben sich über dem Nischenbereich. Die Gewölbedienste sind über der Sockelzone durch Aussparungen unterbrochen, die den Verlauf eines ursprünglich unterhalb der Fenstersohlbank umlaufenden hölzernen Ganges anzeigen.
Titel/Bezeichnung
Abchließende Gestaltung Westgiebel
Ortszuweisung
Geographischer Ort
Zeitzuweisung
Zeit
1591 (1591 - 1591)
Quelle
Wortlaut
Erst im Jahr 1591 erhielt der Giebel der Westfassade unter Einbeziehung der alten Turmfassade seine abschließende Gestaltung.
Bearbeitung
Bearbeiter*in